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Andrés Marín aus Sevilla ist der Querkopf des Flamenco. Er beherrscht den Tanz derart, dass er sein Können nicht spektakulär ausstellt, sondern durch ihn hindurch etwas anderes sucht und zeigt. Die Liebe zur Musik etwa, die Bewunderung ihrer unerklärlichen Macht. Zu Beginn seines Bühnenprogramms “La pasión según se mire” – die Deutschlandpremiere beim Altstadtherbst – liegt er zur Füßen einer Sängerin. Der berückende Flamenco Gesang der Andalusierin Rania klingt arabisch, vielleicht sephardisch, sie kräuselt Vokale zu Melismen, weiter und weiter, als flögen sie übers Mittelmeer oder in alte Zeiten. Marín tanzt auf Knien, dann im Stehen hinter ihr, die Arme nach oben, zur Seite, nach unten, wendet scharf: Der Körper ist permanent auf Empfang….
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